Programm 2019

14.09. • MÖCHTEN SIE IHREN VATER WIRKLCH IN DEN PAPIERKORB VERSCHIEBEN? • Cornelia Niemann

Dokumentartheater, MADE in Frankfurt

ENTHÄLT 16% GESTERN, 51% HEUTE, 17 % MORGEN, 20% ZORN, 30% LIEBE, 10% MÜDIGKEIT, 10% ZUGRIFF, 25% ZUVERSICHT.

»Eine Geschichte, so spannend erzählt wie ein Krimi. […] In seiner triftig durchdacht collagierten Form ist das ein unbedingt sehenswertes Juwelstück des dokumentarischen Theaters.«

FR

Da war zuerst ein Koffer. Und Liebesbriefe. Ganz unpolitische, alltägliche Liebesbriefe, die Cornelia Niemanns Vater ihrer Mutter während des Zweiten Weltkriegs schrieb. Die Lücken füllt ein Buch über Hans Frank, Kriegsverbrecher und Chef ihres Vaters am »Institut für Deutsche Ostarbeit« in Krakau. »Was war das für ein Institut? Was hat mein Vater da gemacht? Ich habe ihn nie kennengelernt.« Cornelia Niemanns Spurensuche ist der rote Faden dieser Collage aus (Dokumentar-)Theater, Krimi und Videos mit Frankfurter Schülerinnen und Schülern – zu der Martin Lejeune mit der elektronisch erweiterten Fender E-Gitarre kongenial Melodien, Lieder, Jazz und Rock’n’Roll beisteuert.

»Ein feines Stück Theater – Wunderbares Schauspiel, Spannung, Timing, Live-Musik von höchster Güte, eine künstlerische Position, Aktualität, Persönliches.«

– MADE.Jury

14.09. • HESSISCHES STAATSTHEATER – STUDIOBÜHNE • 19.30 Uhr

VON UND MIT • Cornelia Niemann REGIE UND VIDEO • Sabine Loew KOMPOSITION UND LIVE-MUSIK • Martin Lejeune MIT TEXTEN VON • Niklas Frank, Malgorzata Sikorska-Miszczuk IM VIDEO • Schüler*innen des Riedberg-Gymnasiums

Dauer • ca. 75 Minuten

Die 1943 geborene CORNELIA NIEMANN ist Schauspielerin und Kabarettistin. Sie spielte am Schauspiel, TAT und Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt am Main, war Mitbegründerin und Mitglied der freien Theatergruppe »schlicksupp teatertrupp«. In ihren Arbeiten setzt sie sich kritisch mit den frauenpolitschen Themen unserer Zeit auseinander. Für ihr Engagement erhielt sie 1999 den »Tony Sender Preis« der Stadt Frankfurt am Main.

Förderer • Kulturamt Frankfurt am Main, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Stiftung CITOYEN, Frankfurter Stiftung maecenia und Naspa Stiftung.

Foto © Alexander Paul Englert